Der SV Bannewitz muss mit einem 0:0 in Freiberg zufrieden sein

Die Bannewitzer reisten nach dem 5:1 gegen Freital und dem Pokalsieg gegen Stollberg mit einigem Selbstvertrauen nach Freiberg. Wie weit dies gegen den Tabellenfünften tragen würde, blieb abzuwarten. Bei bestem Spätsommerwetter war schnell zu erkennen, dass das Spiel durch Aktionen im Mittelfeld geprägt werden würde. Freiberg machte die Räume eng und die Bannewitzer bekamen keine richtige Ruhe und Ordnung in ihr Spiel. Bannewitz versuchte es mit langen Bällen auf die Flügel und kam in der 5. Minute zu einem gefährlichen Angriff. Ein langer Ball von Michael Brückner wurde auf der linken Seite von Martin Neubert erlaufen, der flankte in den Strafraum auf Markus Stephan rechts am Fünfmeterraum, der den Ball in die Mitte legte, aber Florian Schmieder schob den Ball am Tor vorbei. Freiberg konnte sich in der 14. Minute auf der rechten Seite gut durchsetzen, aber der Pass in die Mitte konnte von einem Bannewitzer zur Ecke abgewehrt werden. Ein Freistoß von Florian Schmieder nahe an der Mittellinie zwang den Freiberger Torhüter zum Eingreifen, aber richtig gefährlich war die Situation nicht. Das Spiel beider Mannschaften litt enorm unter den häufigen Ballverlusten im Mittelfeld beim Spielaufbau. Die logische Konsequenz war ein Mangel an echten Torchancen. Die beste Torchance in der 1. Halbzeit hatten die Bannewitzer in der 33. Minute, als Florian Schmieder in die Mitte auf Markus Stephan spielte, der spielte aus der Mitte der Freiberger Hälfte den Ball wieder nach rechts in den Lauf von Florian Schmieder, der chippte den Ball aus spitzem Winkel quer zum Tor, aber der heranrauschende Paul Szuppa kam etwas zu spät; das hätte eigentlich die Bannewitzer Führung sein müssen. Bannewitz versuchte es in der 38. Minute mit einer Überraschung: Paul Szuppa legte einen Eckball in den Rückraum auf Oliver Werner zurück, der zog ab, aber der Freiberger Torhüter war zur Stelle und konnte den Ball abwehren und der Nachschuss von Martin Neubert ging übers Tor. Eine Freiberger Ecke in der 40. Minute hätte vor der Halbzeitpause nochmals Gefahr fürs Bannewitzer Tor  bringen können, aber Freund und Feind verpassten den hüfthoch hereingebrachten Ball. So ging es mit 0:0 in die Halbzeitpause.

Auch in der 2. Halbzeit waren echte Torchancen Mangelware

Markus Stephan konnte sich in der 49. Minute gut durchsetzen, der Winkel war aber für einen Schuss etwas zu spitz und so passte er nach innen, aber ein Freiberger brachte gerade noch vor dem einschussbereiten Florian den Fuß dazwischen und wehrte zur Ecke ab. In der 50. Minute zog Florian Schmieder aus gut 25 Metern ab, aber sein Schuss ging knapp übers Freiberger Gehäuse. Ein Freistoß von Florian Schmieder aus gut 30 Metern brachte in der 76. Minute Gefahr fürs Freiberger Tor, insbesondere da der Freiberger Torhüter den Ball nicht festhalten konnte, aber die Bannewitzer konnten diese Unsicherheit nicht nutzen. Die beste Torchance in der 2. Halbzeit hatten die Bannewitzer in der 77. Minute durch Paul Szuppa. Florian Schmieder schlug einen Freistoß gefühlvoll nach vorne auf Paul Szuppa, der den Ball annahm, ein Freiberger Abwehrspieler aussteigen ließ und nur noch den Torhüter vor sich hatte, an dem er den Ball vorbeischieben wollte aber ein heraneilender Freiberger rettete für seinen bereits geschlagenen Torhüter. Freiberg kam jetzt nochmal und setzte die Bannewitzer stärker unter Druck, aber bis auf einen Schuss in der 83. Minute, der knapp übers Tor ging, kam nichts dabei heraus. Bannewitz hatte in der 90. Minute noch eine halbe Chance, die aber eher ein Zufallsprodukt, wie leider recht Vieles im Spiel der beiden Mannschaften.

Die Bannewitzer haben am nächsten Sonntag wieder ein Auswärtsspiel beim SV Barkas Frankenberg und es bleibt zu hoffen, dass sie dort wieder an die Leistungen gegen Freital und in der 1. Hälfte des Pokalspiels gegen Stollberg anknüpfen können.

Mannschaftsaufstellung SV Bannewitz: Patrick Richter (TW), Maximilian Genschmar (74: William Brüggemann), Paul Szuppa, Michael Hübner, Florian Schmieder, Michel Böhme (84. Alexander Hildebrandt), Michal Musil, Martin Neubert, Jakob Schulz, Oliver Werner (63. Niko Biljesko), Stephan Markus; Auswechselspieler: Daniel Scheuermann (ETW), William Brüggemann, Kai Mittag, John Rabe, Alexander Hildebrandt, Niko Biljesko

Karl-Heinz van Pée